Posted by: Dominik on: 13. Oktober 2008

Manchmal hat man einfach mal Hunger auf irgendetwas. Bei mir war es heute Abend, nach einem langen Anreisetag (Schienenersatzverkehr in Richtung Attnang-Puchheim, daher Anschlusszug nach Wien-West versaumt, deswegen nach Wels weitergefahren, um dann mit dem 20 Minuten verspäteten ICE viel zu spät in Wien anzukommen) und einer langweiligen Vorlesung (das Unterhaltsamste waren die regelmäßigen Aussetzer der beiden (!) Mikrofone), ein leckeres Kebab.
Ich kenne, da ich noch nicht sehr weit herumgekommen bin, zumindest alle Kebabverkaufsstellen in meiner Nachbargemeinde Gmunden in Oberösterreich. Zwar gibt es dort auch verschiedene Variationen, aber das Grundkonzept stimmt meistens: Ein Brötchen (oder auch ein Pizzateig, lecker-lecker), mit Kebabfleisch, Zwiebel, Tomate, Salat und Sauce. Und auf genau das habe ich mich heute Abend gefreut.
Bekommen habe ich dann ein flaches, langweiliges Brötchen, mit kaltem Fleisch, ekeliger Sauce, langweiligem Salat und Sauerkraut (?!) sowie etwas, was ich bis jetzt noch nicht identifizieren konnte. Es schmeckte nach Fisch, war in einer roten Sauce und war dazu auch noch kalt. Zwei Bissen schaffte ich, und dann, obwohl ich Hunger hatte und über die hungernden Massen der Welt Bescheid weiß, musste ich das Kebab seinem Bestimmungsort übergeben. Dem Mistkübel.
Und um auf das Maschu-Maschu Restaurant noch näher einzugehen. Die Bedienung ist relativ freundlich. Die Pizzas aber schmecken ebenso anders, als ich sie aus Wien gewohnt bin. Am Westbahnhof bekommt man ja leckere Stückchen mit großartigem Käse, hier war der Käse eigentlich ebenso fade.
Deswegen möchte ich für dieses “Restaurant” eine absolute Nichtempfehlung aussprechen. Es gibt sicher irgendwo anders in Wien besseres Kebab und auch bessere Pizzas. Dass sie die selbsternannten Falafel-Könige sind, weiß ich auch schon. Aber erst jetzt weiß ich überhaupt, was Falafel sind.
Was tun? Nichts essen. Das Trinken (aus der Flasche) schmeckt aber.
Was denn? Definitiv kein Kebab.
Wo denn? Neubaugasse 20. Im siebten Bezirk.
1 | Jü
13. Oktober 2008 um 20:48
Der/das Kebab von dem Laden in der Schottentor-Passage ist ganz gut, meiner Meinung nach (wenn auch seit der EM teuer). Aber ich hätte in Wien noch kein Kebabstandl gefunden, dass es mit der liebevollen Qualität vom Vöcklabrucker Kebabstandl in der Öttlstraße aufnehmen könnte. ;)
Und: Schreck mich nicht so von wegen Schienenersatzverkehr in Richtung Attnang. Musste den Satz zweimal lesen um zu kapieren, dass das nur auf die Salzkammergutbahn zutrifft (zumindest hoffe ich, dass ich das jetzt richtig interpretiert habe).